
Apple-Geräte im Gesundheitswesen verwalten
Ein iPad oder iPhone in der Patientenversorgung muss in den Arbeitsalltag von Pflege und Ärzteschaft passen, und es darf Patientendaten nur den Personen zeigen, die sie sehen dürfen. Ob beides klappt, wissen Sie erst, wenn Sie Anmeldung, Übergabe, WLAN und den Ausfall eines Geräts mit den Mitarbeitenden getestet haben, die damit arbeiten.
Das Wichtigste in Kürze
- Prüfen Sie, ob sich jede Person mit dem eigenen Konto in der klinischen App anmeldet und ob das Zugriffsprotokoll zeigt, wer welches Dossier geöffnet hat.
- Testen Sie bei jeder Übergabe, dass die nächste Person die Patientendossiers der vorherigen nicht mehr öffnen kann.
- Klären Sie, wie die Geräte gereinigt werden und was die Mitarbeitenden tun, wenn das System ausfällt. Halten Sie ein getestetes Ersatzgerät bereit.
Mit dem klinischen Ablauf beginnen
Bevor Sie Einstellungen ändern, halten Sie fest, wo jedes Gerät eingesetzt wird, wer es in die Hand nimmt und welche Patientendossiers darauf geöffnet werden. Denken Sie an die Arbeit am Patientenbett, an Sprechstunden und Visiten und an die mobile Pflege, wenn Ihre Mitarbeitenden auch ausser Haus arbeiten. Davon hängt ab, wie die Anmeldung funktioniert und wie ein Gerät von einer Person zur nächsten wechselt. Klären Sie ausserdem, wer für die klinische App verantwortlich ist und welches Team den Support übernimmt. Beide brauchen Sie später beim Testen.
Wenn die heutige Konfiguration für die Mitarbeitenden funktioniert, behalten Sie sie. Steht eine Migration an, trennen Sie die Änderungen, die dafür nötig sind, von Verbesserungen, die warten können. Wenn Sie beides gleichzeitig ändern und auf einer Station etwas nicht mehr funktioniert, finden Sie schwerer heraus, welche Änderung der Grund war. Legen Sie die Testtermine mit dem klinischen Team fest, damit die Tests die Patientenversorgung nicht stören.
Zugriff aufs Gerät und Zugriff auf Patientendaten trennen
Dass ein Gerät registriert ist und einen Gerätecode hat, sagt der klinischen App nicht, wer es gerade benutzt. Das prüft erst die App selbst, also testen Sie es dort. Jede Person sollte sich mit dem eigenen Konto anmelden, nur sehen, was ihre Rolle erlaubt, und abgemeldet werden, wenn ihre Sitzung abläuft. Gehen Sie danach mit den Systemverantwortlichen das Zugriffsprotokoll durch und prüfen Sie, ob es festhält, was jede einzelne Person getan hat.
Verzichten Sie auf ein gemeinsames Konto, wo immer Sie eine Aktion einer bestimmten Person zuordnen müssen. Nutzt die ganze Station ein einziges Konto, kann das Protokoll die Pflegefachpersonen nicht auseinanderhalten. Prüfen Sie ausserdem, wo Patientendaten ausserhalb des Dossiers auftauchen können: in Mitteilungen, Bildschirmfotos, heruntergeladenen Dateien und Daten, die die App zwischenspeichert.
Die Übergabe absichern
Wählen Sie eine Art der gemeinsamen Nutzung, die sowohl Ihre Apps als auch die Apple-Plattform unterstützen. Auf dem iPad gibt es mit Shared iPad persönliche und temporäre Sitzungen. Die beiden verhalten sich unterschiedlich. Prüfen Sie deshalb, mit welcher Sitzungsart Ihre Apps funktionieren. Für das iPhone gibt es keinen Modus wie Shared iPad. Ein geteiltes iPhone braucht eine Sitzungssteuerung in den Apps oder einen geprüften Ablauf, der das Gerät löscht und neu einrichtet.
Testen Sie die Übergabe mit zwei Personen. Die erste meldet sich an und öffnet einige Patientendossiers. Nach der Übergabe darf die zweite Person keines davon wieder öffnen können. Wiederholen Sie den Test danach für die heiklen Fälle: Jemand wird mitten im Abmelden weggerufen, die Verbindung bricht ab, oder ein Gerät bleibt unbeaufsichtigt liegen.
Reinigung und Ausfälle einplanen
Halten Sie sich an die Reinigungsanweisungen für das Gerät und für das Reinigungsmittel, das Sie verwenden. Wählen Sie Hüllen, Ladegeräte und den festen Platz jedes Geräts zusammen mit dem klinischen Team aus, denn das Team hat die Geräte während der Schicht in der Hand. Ein MDM kann nicht nachweisen, ob ein Gerät tatsächlich gereinigt wurde.
Gehen Sie mit einem Gerät durch das Gebäude, um das WLAN-Roaming zu testen, und prüfen Sie, was die klinische App tut, wenn die Verbindung abbricht. Halten Sie einen schriftlichen Ablauf für Systemausfälle und ein bereits getestetes Ersatzgerät bereit. Dann können die Mitarbeitenden weiterarbeiten, wenn etwas ausfällt. Bevor ein Update auf alle Geräte geht, testen Sie es mit Ihren klinischen Apps und mit dem Zubehör, das die Mitarbeitenden an die Geräte anschliessen.
Wissen, welche Datenschutzregeln gelten
Klären Sie, wer im Sinne des Datenschutzrechts verantwortlich ist, welche Auftragsbearbeiter beteiligt sind und welches Recht anwendbar ist. Gesundheitsdaten brauchen eine sorgfältige Zugriffskontrolle und eine Risikobeurteilung. Legen Sie fest, wie lange Daten aufbewahrt werden, wie Sie auf einen Vorfall reagieren und wofür jeder Lieferant zuständig ist.
Unser Leitfaden zum Schweizer und EU-Datenschutz erklärt, für wen die Regeln gelten und wann eine Verletzung der Datensicherheit gemeldet werden muss. Technische Massnahmen helfen Ihnen, die Pflichten zu erfüllen. Die Wahl einer Plattform allein erfüllt sie nicht.
Quellen
Ihre klinischen Teams und Ihre IT führen diese Tests durch, und wir können sie dabei unterstützen. Sagen Sie uns zuerst, welche Geräte und klinischen Apps Sie einsetzen.
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Das passende Modell für geteilte iPads wählen
Mit Shared iPad nutzen mehrere Personen dasselbe iPad, jede in ihrer eigenen Sitzung. Das funktioniert nur auf unterstützten, betreuten iPads. Ob persönliche oder temporäre Sitzungen besser passen, hängt davon ab, welche Apps Ihre Mitarbeitenden nutzen und welche Daten sie behalten müssen.

Geteilte iPhones zwischen Mitarbeitenden verwalten
Auf dem iPad gibt es Shared iPad. Damit hat jede Person ihre eigene Sitzung auf dem Gerät. Beim iPhone gibt es nichts Vergleichbares. Um ein iPhone von einer Person an die nächste weiterzugeben, melden Sie die erste Person entweder aus jeder App ab, oder Sie löschen das iPhone und richten es neu ein. Für welchen Weg Sie sich auch entscheiden, testen Sie die ganze Übergabe, bevor Ihre Mitarbeitenden darauf angewiesen sind.

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Ein MDM kann FileVault einschalten, einen Gerätecode verlangen und festhalten, in welchem Zustand Ihre Macs, iPhones und iPads sind. Diese Einstellungen und Aufzeichnungen helfen beim Datenschutz. Welche rechtlichen Pflichten Sie haben, hängt aber davon ab, welche Personendaten Sie bearbeiten und welche Risiken damit verbunden sind.