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Was ist ein verwalteter Apple Account? Managed Apple ID erklärt

Definition

Ein verwalteter Apple Account (früher Managed Apple ID) ist ein von einem Unternehmen oder einer Bildungseinrichtung erstellter und kontrollierter Apple Account. Er ermöglicht den Zugriff auf Apple-Dienste wie iCloud Drive, Keynote-Zusammenarbeit und Apple Business Manager, wird aber zentral von der Organisation verwaltet.

Was ist ein verwalteter Apple Account?

Verwaltete Apple Accounts sind Apple-Konten, die von einer Organisation erstellt und kontrolliert werden, im Gegensatz zu persönlichen Apple IDs, die jeder Nutzer selbst anlegt. Apple hat den Begriff 2023 von Managed Apple ID zu Verwalteter Apple Account geändert, um die Namensgebung an die neue Apple Account-Terminologie anzupassen.

Diese Accounts werden über den Apple Business Manager erstellt und verwaltet. Jeder verwaltete Account gehört der Organisation: das bedeutet, die IT-Abteilung kann Passwörter zurücksetzen, Accounts deaktivieren und den Zugriff auf bestimmte Dienste steuern.

Verwaltete Apple Accounts sind besonders wichtig für Unternehmen, die Apple-Dienste im geschäftlichen Kontext nutzen möchten, ohne dass Mitarbeitende ihre privaten Apple IDs verwenden müssen. Die klare Trennung zwischen privatem und geschäftlichem Account schützt sowohl die Unternehmensdaten als auch die Privatsphäre der Mitarbeitenden.

Funktionen und Einschränkungen

Verwaltete Apple Accounts bieten Zugriff auf eine Auswahl von Apple-Diensten, haben aber im Vergleich zu persönlichen Apple IDs einige Einschränkungen:

Verfügbare Dienste:

  • iCloud Drive: Dokumentenspeicherung und -synchronisation (mit 200 GB Speicher pro Account)
  • Collaboration: Zusammenarbeit in Pages, Numbers, Keynote und Freeform
  • Continuity: Handoff und Universal Clipboard zwischen verwalteten Geräten
  • Apple Business Essentials: Integrierte Geräteverwaltung für kleine Unternehmen

Nicht verfügbare Dienste:

  • App Store: Verwaltete Accounts können keine Apps aus dem App Store kaufen (App-Verteilung erfolgt über das MDM)
  • Apple Music, Apple TV+: Unterhaltungsdienste sind nicht verfügbar
  • iMessage und FaceTime: Kommunikationsdienste sind eingeschränkt oder nicht nutzbar
  • Persönliche Backups: iCloud-Backups sind nicht für verwaltete Accounts verfügbar

Diese Einschränkungen sind bewusst gesetzt: Verwaltete Accounts sind für den geschäftlichen Einsatz konzipiert, nicht als Ersatz für persönliche Apple IDs.

Erstellung und Federated Authentication

Verwaltete Apple Accounts können auf zwei Wegen erstellt werden:

1. Manuelle Erstellung im Apple Business Manager:

Der IT-Administrator legt jeden Account einzeln im ABM an. Der Benutzername folgt dem Format vorname.nachname@firma.com oder einer speziellen Domain. Diese Methode eignet sich für kleine Organisationen.

2. Federated Authentication (empfohlen):

Die elegantere Methode: Das Unternehmen verbindet seinen Identitätsprovider (IdP) wie Azure AD, Google Workspace oder Okta mit dem Apple Business Manager. Verwaltete Apple Accounts werden dann automatisch aus dem bestehenden Verzeichnis synchronisiert.

  • Mitarbeitende melden sich mit ihren gewohnten Firmenzugangsdaten an
  • Neue Accounts werden automatisch erstellt, wenn ein Nutzer im IdP angelegt wird
  • Deaktivierte Nutzer verlieren sofort den Zugriff auf den verwalteten Apple Account
  • Single Sign-On ermöglicht eine nahtlose Anmeldeerfahrung auf Apple-Geräten

Federated Authentication vereinfacht die Verwaltung erheblich und eliminiert das Problem separater Passwörter für Apple-Dienste.

Verwaltete Accounts im Unternehmenseinsatz

In der Praxis spielen verwaltete Apple Accounts in mehreren Szenarien eine wichtige Rolle:

  • BYOD mit User Enrollment: Für das Apple User Enrollment wird ein verwalteter Apple Account benötigt. Er ermöglicht die saubere Trennung von privaten und geschäftlichen Daten auf dem Gerät.
  • Shared-Device-Umgebungen: In Spitälern oder Schulen können sich verschiedene Nutzer mit ihrem verwalteten Account an einem gemeinsam genutzten iPad anmelden und erhalten personalisierte Inhalte.
  • Dokumenten-Zusammenarbeit: Teams können über iCloud Drive und Apple-Apps zusammenarbeiten, ohne private Cloud-Speicher nutzen zu müssen.
  • Zugriffskontrolle: Wenn ein Mitarbeitender das Unternehmen verlässt, kann der verwaltete Account sofort deaktiviert werden; alle zugehörigen Daten werden unzugänglich.

Für Schweizer Unternehmen ist die Verwendung verwalteter Apple Accounts auch aus Datenschutzgründen relevant: Geschäftliche Daten verbleiben in einem organisationseigenen Account und werden nicht mit privaten iCloud-Konten vermischt.

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